Bauwerkstrocknung

Während der Bauphase ist eine Bauwerkstrocknung sinnvoll um den Baufortschritt zu beschleunigen damit die Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten sichergestellt werden kann.
Unsere Trocknungstechnik sichert nicht nur die Einhaltung normgerechter Feuchtewerte und somit die Belegereife für Wand- und Fußbodenarbeiten sondern verhindert auch Verzögerungen bei den Ausbaugewerken.

Wir bieten Lösungen von handlichen Kondensations- und Adsorptionstrocknern für die Raumtrocknung bis hin zu mobilen hochleistungsfähigen Thermo-Adsorptionstrocknern mit Energierückgewinnung mit Wärmetauscher bei einem maximalen Trockenluftstrom von 4000 m³/h für die Versorgung größerer Gebäude.

Um die Trocknungszeit zu verkürzen, kann die für die Trocknung verwendete Luft entfeuchtet und ggfs. zusätzlich erwärmt werden. Je wärmer das zu trocknende Material ist, desto effizienter und schneller erfolgt der Trocknungsprozess, da sich der Dampfdruck in dem feuchten Material erhöht. Schon eine Temperaturerhöhung um 10 °C kann die Trocknungszeit in einigen Fällen um die Hälfte reduzieren, da sich die Trocknungsgeschwindigkeit direkt proportional zur Differenz im Dampfdruck verhält. Das heißt, dass eine Trocknung bei 30 °C und 20 % relative Luftfeuchte theoretisch doppelt so schnell erfolgt, wie bei 20°C und 20 % relative Luftfeuchte und viermal so schnell wie eine Trocknung bei 20°C und 40% relative Luftfeuchte.

Vorrangiges Ziel bei einer Wand- oder Raumtrocknung ist es überschüssige Feuchtigkeit aus dem betroffenen Raum zu entfernen.
Eine einfache Raumtrocknung alleine ist nur dann ausreichend, sofern die Bodenkonstruktion in dem betroffenen Raum keine Dämmschicht unter dem Estrich („Schwimmender Estrich“) aufweist, die Wandkonstruktion massiv errichtet ist und keinerlei sonstige Hohlräume oder Trockenbauwände die vom Wasserschaden betroffen sind, getrocknet werden müssen. I.d.R. handelt es sich dabei um keine Wohnräume sondern eher um untergeordnete Räume im Keller etc.
In der Regel werden bei einer Raumtrocknung zur Luftentfeuchtung Kondens- und/oder Adsorbtionstrockner eingesetzt, deren Einsatzbereiche insbesondere von den Klimabedingungen etc. abhängen.

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Graphik: Corroventa

Kondenstrockner:

  • die effektive Technik im blauen Bereich
  • funktioniert auch im gelben Bereich
  • funktioniert im roten Bereich nur schlecht bzw. gar nicht

Adsorptionstrockner:

  • die effektive Trocknung im roten Bereich
  • funktioniert aber auch im gelben und blauen Bereich

 

Kondenstrockner
Der Kondenstrockner dient zur Trocknung der Raumluft und arbeitet nach dem Kühlschrankprinzip. Dabei wird feuchte Luft mittels eines Ventilators an einem Kühlelement vorbei geführt und die Temperatur der feuchten Luft je nach Güte des Trockners und in Abhängigkeit von der Raumtemperatur um ca. 5 – 15° C abgesenkt, wodurch an den Kühllamellen Kondenswasser entsteht und dieses in einen Auffangbehälter gesammelt wird. Wird das Kondenswasser nicht abgepumpt, sondern in einem Sammelbehälter aufgefangen ist darauf zu achten, dass dieser regelmäßig entleert wird, da der Trockner sonst abschaltet.
Die jetzt trockene und um ca. 2 bis 4°C gegenüber der Raumtemperatur erwärmte, ausgeblasene Luft kann sich wieder mit weiterer überschüssiger Feuchte anreichern und wird anschließend erneut entfeuchtet. Durch die ständige Zirkulation der Raumluft durch das Gerät kann die relative Luftfeuchtigkeit bis auf ca. 35 % abgesenkt werden. Das Trocknungsgerät arbeitet am effizientesten unmittelbar an der Nassstelle. Dabei sollte der Kondenstrockner durchgehend in Betrieb bleiben, bis eine relative Feuchte unter 40% erreicht wird. Aus Gründen der Energie-Effizienz sollte danach ein Kondenstrockner intermittierend betrieben werden. Es ist unbedingt notwendig, die zu trocknenden Räume geschlossen zu halten. Der Raumluft darf keine Luft mit hoher Luftfeuchte beispielsweise durch Öffnen der Fenster etc. zugeführt werden, da dies den Trocknungsprozess verlängert. Um zu trocknenede Bereiche weiter einzugrenzen beispielsweise bei offenen Treppenhäusern etc. sind entsprechende Abschottungen (Folienwände) zu erstellen, welche das zu entfeuchtende Raumvolumen reduzieren.
Kondenstrockner arbeiten am effektivsten bei Raumlufttemperaturen zwischen 18 und 30 °C. Bei Temperaturen unterhalb 15°C kann ein Kondenstrockner vereisen und ist sehr ineffizient.

Adsorptionstrockner
Beim Adsorptionstrockner wird die zu trocknende feuchte Luft durch eine wabenförmig angelegte sehr große Oberfläche eines Trockenrades (Sorptionsrad) geführt. Das hygroskopische Oberflächenmaterial (z.B. Silicagel), welches eine sehr große, innere und hochaktive Kontaktfläche besitzt, „adsorbiert“ lagert also einen großen Teil der Feuchtigkeit an. So besitzt beispielsweise ein Gramm des extrem feinen Granulates (z.B. Silicagel) eine innere Oberfläche von ca. 500 m². Der Raumluft kann dabei durch das hygroskopische Material so viel Wasserdampf entzogen werden, bis nur noch eine relative Luftfeuchte von etwa 5% vorhanden ist. Dem sich langsam und kontinuierlich drehenden, feuchtigkeitsbeladenen Trockenrad wird dann durch einen in Gegenrichtung geführten heißen Luftstrom das Wasser wieder entzogen und als Wasserdampf über einen Schlauch ins Freie geführt. Zur Steigerung der Energie-Effizienz kann dieser Wasserdampf über einen Gegenstrom-Wärmetauscher kondensiert werden. Nach einer Abkühlungsphase des hygroskopischen Materials ist dieses erneut Wasserdampf aufnahmefähig.
Adsorptionstrockner sind vielseitiger und effizienter einsetzbar als Kondenstrockner und eignen sich z.B. auch für die Entfeuchtung unbeheizter Räume. Auch bei geringen Temperaturen oder geringer relativer Feuchtigkeit erzielen sie noch eine hohe Entfeuchtungsleistung im Vergleich zum Kondenstrockner. Adsorptionstrockner sind auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt einsetzbar. Gerätehersteller geben Temperaturbereiche von ca. -40°C bis 40°C an.
Sie können extrem trockene Luft (ca. 1-15 % relativer Feuchte) produzieren und dadurch beispielsweise nach Brandschäden die Korrosion durch aggressive Chloridbeaufschlagungen, wie sie beim Abbrand von PVC entstehen, verhindern oder Schäden durch Korrosion und Kondensatbildung an Einrichtungen eindämmen.
Der spezifische Energieverbrauch moderner Adsorptionstrockner, also der Verbrauch in kWh/l entspricht dem der Kondenstrockner. Durch die große Trocknungsleistung ist auch der Energieverbrauch entsprechend hoch. Daher ist für den Einsatz ein ausreichender Stromanschluss vorzusehen.

 

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